Wechselausstellung "Eichhörnchen" im Naturmusem Winterthur.
1/1 Wechselausstellung "Eichhörnchen" im Naturmusem Winterthur.
03.10.2018 07:00

Das Leben der Eichhörnchen

Eichhörnchen sind den Menschen so vertraut, dass sie ihnen im Wald manchmal aus der Hand fressen. Jedoch findet nur ein kleiner Teil ihres Lebens bodennah statt, die meiste Zeit verbringen sie in den Wipfeln der Bäume. Das Naturmuseum Winterthur zeigt das eindrucksvolle Baumleben der Eichhörnchen in einer selbst konzipierten und realisierten Ausstellung.

Eichhörnchen sind sehr anpassungsfähige Tiere, weshalb sie sowohl in grossflächigen Wäldern als auch in engeren Bereichen in Städten leben können. Es ist allgegenwärtig und auch in Bilderbüchern, Dekorgegenständen und Werbefilmen häufig anzutreffen. Die meiste Zeit verbringen sie in Baumspitzen und sind in der Höhe leicht und sicher unterwegs. Dabei spielt der buschige Schwanz eine wichtige Rolle: Er dient beim Klettern als Balancierhilfe und bei den bis zu fünf Meter weiten Sprüngen als Steuerruder.

Auf dem Speiseplan stehen neben Haselnüssen und Bucheckern, auch Walnüsse, Pilze und Kastanien gelegentlich auch Vogeleier und andere tierische Nahrungsquellen. Am liebsten naschen sie jedoch die kleinen Samen von Nadelbäumen, die gut versteckt in den Zapfen zu finden sind. Wenn die Blätter von den Bäumen fallen und den Herbst ankündigen, sammeln Eichhörnchen Vorräte für den Winter. Um den kommenden Winter zu überleben sind die quirligen Nagetiere während der kalten Jahreszeit auf angelegten Vorräte angewiesen. Dazu verstecken die Eichhörnchen das Gesammelte in selbst gegrabenen Depots am Boden unter dem Moos oder in der Nähe von Bäumen.

Alles rund ums Eichhörnchen

Die selbst konzipierte und realisierte Wechselausstellung «Eichhörnchen» im Naturmuseum Winterthur geht jedoch weit über das Essverhalten der Tiere hinaus. Sie durchleuchtet das Leben der «Hörnchen» von der Familie, über die Anatomie und Kommunikation bis hin zum Lebensraum und den natürlichen Feinden. Besucher und Besucherinnen können von zwei begehbaren Kobeln aus durch eine Art Fernrohre in die Baumkronen ausserhalb des Kobels schauen.

«Das Thema Eichhörnchen war schon länger auf unserer Agenda, umso glücklicher sind wir

nun, dass wir die Ausstellung realisieren konnten», sagt Daniela Zingg, Direktorin des Naturmuseums. «Die Tiere leben teilweise so nah am Menschen, dennoch wissen sie wenig über die Lebensweise der kleinen Nager», erklärt sie und führt weiter aus: «mit Hilfe von der Plattform StadtWildTiere haben wir festgestellt, dass Menschen aus der Region zunehmend Eichhörnchen beobachten und diese auch auf deren Website für Sichtungen melden.» Von der Planung bis zur Realisation der Ausstellung benötigte das Team des Naturmuseums 18 Monate.

Die Ausstellung «Eichhörnchen» kann bis am 5. Mai 2019 im Naturmuseum Winterthur besucht werden. Rund um die Ausstellung finden diverse Veranstaltungen statt.

Naturmuseum Winterthur

Museumstrasse 52

8400 Winterthur

naturmuseum@win.ch

www.stadt.winterthur.ch/naturmuseum