marco
1/2 marco
marco
2/2 marco
10.10.2018 07:00

Den schnellsten Senioren des Landes das Hinterrad gezeigt

Zum dritten Mal in Serie durfte der Wülflinger Motocross-Fahrer Marco Bernhard den begehrten Schweizermeister-Pokal der Kategorie «SAM Motocross Serie Senior Open» entgegennehmen.

Winterthur Marco Bernhards Freizeit ist ausgefüllt. Der 43-jährige Familienvater und Unternehmer in der Automobilbranche aus Wülflingen spielt Eishockey und fährt Motocross, und dies sehr erfolgreich.

Sie wurden zum dritten Mal in Serie Schweizer Meister der Senioren, was machten Sie besser als Ihre Konkurrenz?

Marco Bernhard: Dank konstant guter Resultate, ohne Stürze oder technischen Problemen, konnte ich die ganze Saison immer viele Punkte sammeln.

Hatten Sie in der abgelaufenen Saison nur positive Erlebnisse?

Ja, glücklicherweise hatte ich eine unfallfreie Saison. Mit wenigen technischen Problemen.

Was erhalten sie als Schweizer Meister ausser einem Pokal?

Die Lizenz fürs nächste Rennjahr gibt es als Geschenk.

Ist Ihr Sport reines, aus dem eigenen Sack finanziertes Hobby oder profitieren Sie auch von professionellem Know-how und Sponsorenleistungen?

Die Reise- und Verpflegungskosten finanziere ich aus der eigenen Tasche. Glücklicherweise habe ich aber grosszügige Sponsoren, wodurch der grössten Teil der Material- und Bekleidungskosten gedeckt sind.

Wird es nach dem dritten Schweizer- Meister-Titel nicht irgendwann langweilig in dieser Klasse, gibt es andere Optionen?

Eine Möglichkeit wäre, wieder mit den Jüngeren zu fahren, da aber das Verletzungsrisiko bei den «Jungen Wilden» doch etwas höher ist, kommt das für mich nicht mehr in Frage.

Was wissen die meisten nicht über den Motocross Sport?

Motocross ist mehr als «nur» Gas geben! Es ist eine der härtesten Sportarten und verlangt einem Athleten sehr viel ab.

Wie und wo trainieren Sie sich diese Härte im Winter an?

In der kalten Jahreszeit liegt der Fokus an Kraft und Ausdauer zu arbeiten im Fitness. Beweglichkeitstraining, Sprünge und gezieltes Krafttraining helfen mir, mich optimal auf das Töfffahren vorzubereiten. Ab und zu trainiere ich im Winter mit dem Motorrad in Italien. In der wärmeren Zeit gibt es dann einige Trainingspisten, welche innerhalb einer Stunde mit dem Auto erreichbar sind.

Betreiben Sie noch andere Sportarten, um fit zu bleiben?

Ich spiele und trainiere bei den Senioren des EHC Winterthur. Eishockey war früher meine grosse Leidenschaft, daher fuhr ich mit 16 Jahren nicht mehr Motocross. Nach meiner Eishockey-Laufbahn, unter anderem in der ersten Mannschaft des EHC Winterthur, begann ich mit 30 Jahren wieder mit Motocross. Um Ausdauer zu trainieren, fahre ich zudem oft mit dem Fahrrad und nahm damit auch schon an der Tortour Challenge, einem Radrennen durch die halbe Schweiz teil.

George Stutz