Die 10. Ausgabe der Designgut findet vom 31. Oktober bis am 3. November im Casinotheater und im Gewerbemuseum statt.
1/1 Die 10. Ausgabe der Designgut findet vom 31. Oktober bis am 3. November im Casinotheater und im Gewerbemuseum statt.
31.10.2019 08:00

10 Jahre Designgut - heute geht es los

Heute startet die Jubiläumsmesse der Designgut. Seit 10 Jahren zeigen die durchschnittlich 80 Aussteller im Casinotheater ihre nachhaltigen Produkte. Neu ist in diesem Jahr die Plattform «Jungdesign». Ein Wettbewerb für junge Label und Designschaffende.

Winterthur Die Designgut steht für Nachhaltigkeit. Bereits zum 10. Mal findet die Messe, die heute startet, im Casinotheater statt. Zum Jubiläum wurde die neue Plattform «Jungdesign» erschaffen, in welcher junge Designschaffende die Möglichkeit erhalten, sich zu präsentieren. OK-Mitglied Silvia Mathis reflektiert, wie sich die Messe in den letzten zehn Jahren entwickelt hat und gibt uns einen Überblick über die diesjährige Ausgabe.

Das ist die Designgut:

Die Designgut ist eine klassische Verkaufsmesse, die 2019 bereits zum 10. Mal stattfindet. Von Anfang an lag der Fokus auf der Nachhaltigkeit von Design-Produkten. Die durchschnittlich um die 80 Ausstellerinnen und Aussteller arbeiten unter anderem in den Bereichen: Mode, Schmuck, Accessoires, Möbel und Keramik. Die Designgut will ihrem Publikum einen Einblick hinter die Kulissen und den Austausch mit den Macherinnen und Machern ermöglichen. Von heute bis am Sonntag wird das Casinotheater einmal mehr zum Design-Treffpunkt der Schweiz.

Das ist geblieben:

Nach wie vor stehen Nachhaltigkeit und Design im Zentrum der Designgut. Die Designschaffenden haben jedoch unterschiedliche Ansätze, z.B. in den Bereichen Re-/Upcycling, natürliche Rohstoffe, Fair Trade, Swiss Made und vieles mehr. Wie stark sie sich in den verschiedenen Bereichen einsetzen, zeigt die Nachhaltigkeits-Deklaration, die an jedem Stand angebracht ist.

Das ist neu:

Zum ersten Mal findet dieses Jahr die Plattform Jungdesign statt. Ein Wettbewerb für junge Label und Designschaffende. Ausserdem gab es einige Wechsel im Team: während Gründerin Christina Müller nach der 9. Designgut aus dem OK zurücktrat, kamen dieses Jahr drei neue Gesichter ins OK.

Das ist Jungdesign:

Die Plattform Jungdesign stellt die Frage: wie sieht nachhaltiges Design in Zukunft aus? Die Antwort darauf geben 21 junge Labels und Designschaffende aus der ganzen Schweiz. Im Gewerbemuseum Winterthur zeigen sie ihre Forschungsarbeiten, Prototypen, Produkte und Sozialprojekte einem breiten Publikum, welches am Ende seinen Favoriten küren darf.

So hat sich die Designgut über 10 Jahre entwickelt:

Vor zehn Jahren verstand man unter nachhaltigem Design vor allem Produkte, die in der Schweiz designt und hergestellt wurden. Internationale Wertschöpfungsketten, die man transparent nachverfolgen und somit auch auf ihre Nachhaltigkeit überprüfen konnte, gab es praktisch nicht. Zudem war Nachhaltigkeit häufig nur ein Zusatz oder ein hübsches Prädikat. Heute gibt es viele Labels, deren erste Priorität die Nachhaltigkeit ist, darauf aufbauend schaffen sie ein Produkt, das die Design-Aspekte erfüllt. Sie sehen Nachhaltigkeit nicht als blosses Verkaufsargument, sondern als Basis ihres Schaffens. Anfangs lag die Aufgabe der Designgut eher darin, auf die Notwendigkeit nachhaltiger Produkte aufmerksam zu machen. Heute ist die Messe weit über Winterthur hinaus bekannt.

Darauf freue ich mich am meisten:

Persönlich ist für mich jeweils der Austausch mit den Designschaffenden das Highlight der Messetage. Meistens reichen die vier Tage nicht aus, mit allen zu plaudern und jeden Stand zu bestaunen. Dennoch erlaubt es der enge Kontakt mit den Ausstellenden, mehr Hintergrund zu ihren Produkten zu erhalten. Uns ist das familiäre Ambiente sehr wichtig. Das erreichen wir einerseits dank unseren freiwilligen Helfern, von denen viele schon seit Jahren dabei sind, andererseits durch unsere Freude. An jeder Messe gönne ich mir zudem ein Erinnerungsstück – was es dieses Jahr sein wird, weiss ich noch nicht und freue mich daher umso mehr auf das Stöbern.

Marina Persano