Mario Noseda schloss sein Studium mit einer nahezu perfekten Bestnote ab. duf
1/1 Mario Noseda schloss sein Studium mit einer nahezu perfekten Bestnote ab. duf
05.09.2019 08:00

Das Studium mit der Bestnote abgeschlossen

Mario Noseda wurde für seine Leistung als Elektroingenieur mehrfach ausgezeichnet und beendete sein Studium mit dem besten Notenschnitt. Auch mit seiner Bachelorarbeit gewann der Winterthurer einen Preis.

Winterthur Es ist schon eher aussergewöhnlich, wenn man mit 21 Jahren vor seinem Studium bereits mit zwei Medaillen für seine Leistungen auf dem Beruf ausgezeichnet wurde. Doch ZHAW-Absolvent Mario Noseda liebt nicht nur seinen Job, sondern auch den Wettbewerb. Sein Können als Elektrotechniker stellte er gleich nach seinem Lehrabschluss an den Schweizerischen Berufsmeisterschaften unter Beweis. Und siegte prompt.

«Ich liebe einfach den Wettkampf und machte es mehr aus eigenem Ansporn, denn aus Siegeswille», begründet der Winterthurer sein Interesse. Nach seinem Sieg 2014 in Bern qualifizierte sich der Winterthurer sogleich für die Berufsweltmeisterschaften (World Skills) in Brasilien. Ähnlich wie beim Schweizermeistertitel beweisen sich dort unterschiedliche Teilnehmende in ihren Berufsgattungen. «Ich musste möglichst schnell und effektiv Schaltungen bauen», so Noseda. Dabei holte er die Bronzemedaille.

Passion für den Beruf

Mit diesen Auszeichnungen im Gepäck startete der heute 24-Jährige sein Elektrotechnik-Studium an der ZHAW, das er diesen Sommer abgeschlossen hat. Und das mit einer Note von 5.85 als Bester von 464 Absolventen. Trotz seines Fleisses sei er nie als Streber bezeichnet worden, sagt Noseda. «Manchmal kommen schon dumme Sprüche, die ich jedoch mit Humor nehme und schnell relativiere.»

Der Fleiss und die Begeisterung für die Technik seien bei ihm ausschlaggebend für die guten Resultate gewesen. «Ich investierte meine Zeit einfach gerne in die Materie, ohne dabei mein soziales Umfeld zu vernachlässigen. Mein Ansporn war aber nie, besser als andere zu sein», so Noseda.

Marktfähiges Produkt entwickelt

Um auch während der Studienzeit finanziell unabhängig zu bleiben, kreierte der 24-Jährige zudem nebenbei Software für ein Start-up. «So konnte ich auch während des Studiums meine praktische Erfahrung im Programmieren erweitern.» Sein vielfältiger Einsatz zahlte sich auch bei seiner Bachelorarbeit aus: In dieser haben er und zwei Mitstudierende eine Software entwickelt, um den neuen Funkstandard Bluetooth Mesh für eine automatische Lichtregelung zu verbinden.

Mit ihrem Werk gewannen sie zudem den mit 4000 Franken dotierten Siemens Excellence Award, ohne zu wissen, dass sie überhaupt nominiert waren. «Wir erfuhren tatsächlich erst nach der Auszeichnung davon», schmunzelt Noseda, der nun als Elektroingenieur an der ZHAW arbeitet. Das in der Arbeit entwickelte System der Absolventen könnte in einem Folgeprojekt sogar kommerzialisiert werden, wie Noseda sagt: «Wir sind bereits mit verschiedenen Interessenten in Kontakt. Konkret ist aber bis jetzt noch nichts.»

duf