Am 26. Februar wird in Elgg wieder der "Äschlimittwoch" zelebriert - eine langjährige Tradition.
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Am 26. Februar wird in Elgg wieder der "Äschlimittwoch" zelebriert - eine langjährige Tradition.
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20.02.2020 07:45

Der grösste Tag für die Elgger «Äschli-Buebe»

Nächsten Mittwoch, dem 26. Februar, übernehmen in Elgg die Jungen das Zepter. Der Brauch des «Äschlimittwoch» ist im Dorfleben nicht mehr wegzudenken.

Die Tradition des «Äschlis» ist nicht nur im Flecken Elgg, sondern weit über die Gemeinde- und Kantonsgrenze bekannt. Sie gründet wohl auf militärischen Musterungen, die Jünglinge in Umzügen mindestens seit über 400 Jahren nachahmen. Jeweils am 1. Januar wird der Kader von der Jungschar beim Obertor gewählt. An den fünf bis sechs Übungen und weiteren Anlässen stehen Kameradschaft, Spiel und Spass, aber auch der richtige und eigenverantwortliche Umgang mit den überreichten Utensilien (vom hölzigen Soldatenwerkzeug über das Funkgerät und der Kanone bis zur eigenen Uniform) im Vordergrund. Seit 1914 pflegt der Verein «Aschermittwochgesellschaft Elgg» dieses Brauchtum und steht den Jungen – wenn auch so unscheinbar wie möglich – bei den erwähnten Anlässen mit Rat und Tat zur Seite.

Die Jugend soll miteinander die Elgger Wurzeln erfahren, eine unbeschwerte Zeit mit Gleichgesinnten erleben, auch mal Schabernack treiben dürfen und doch gesittet die Instruktionen der gewählten Kader befolgen und die Tradition zu schätzen lernen.

Endlich, Aschermittwoch

Der grosse Tag beginnt mit vielen Tambouren und Pfeifern um 4 Uhr in der Früh. Begleitet von weiteren Frühaufstehern tragen sie die Tagwacht im Landstädtchen in die Quartiere. Hat nicht die Aufregung bereits die Schlafenszeit gekürzt, so sorgen die vertrauten Trommel- und Piccolo-Klänge für ein freudiges Erwachen bei Gross und Klein.

Der Zapfenstreich, ein weiteres Schauspiel an dem das ganze Dorfe und alle Gäste teilnehmen, bildet um 20 Uhr den Abschluss des «Äschlis», respektive der Start der Elgger Fasnacht. Vorher, und zwar den ganzen Tag über, gehört Elgg und der «Äschli» den Elgger Knaben. Höhepunkte sind unter anderem der Abmarsch um 7 Uhr, der Umzug durch die Gassen und natürlich die Hauptmannrede um 13.15 Uhr. Und wer den Geist des «Äschli» wirklich verstehen möchte, dem sei das Beiwohnen der Soldanmeldung wärmstens ans Herz gelegt. Einen solchen Stolz in den Augen der Kinder sieht man nicht alle Tage! Dies führt nicht nur bei den Eltern zu Gänsehaut.

«Nach dem Äschli ist vor dem Äschli»

Weniger bekannt ist, welche Aufgaben der Verein in den restlichen Monaten des Jahres wahrnimmt. Der Vorstand eruiert kurz nach dem Äschli an einer Sitzung das Verbesserungspotenzial und aktualisiert die entsprechenden Anleitungen und Beschriebe. Die weiteren Materialsitzungen stehen im Zeichen der Revision des Materials: So wurden gerade die Holzgewehre der Chnöpflis wieder auf Vordermann gebracht, nachdem letztes Jahr die Armbrüste eine Rundum-Auffrischung erhalten hatten. Auf der Pendenzenliste stehen noch die Reparatur der Übermittlerwagen sowie der Lanzenträgerhüte und einige Neuanschaffungen. Seit wenigen Wochen besitzt der Äschli zudem eine neu gestaltete Homepage unter. Unter folgender Adresse können viele Impressionen, etwas Geschichte und weitere wissenswerte Details zum Anlass abgerufen werden: www.aeschli-elgg.ch.