Bild: z.V.g.
Konzentration vor dem Start.
1/1 Bild: z.V.g. Konzentration vor dem Start.
31.10.2019 06:10

Jasin Ferati: Im letzten Rennen zum Meistertitel

Mit einem makellosen Erfolg im letzten Rennen auf dem Circuito Internazionale di Napoli hat der 16-jährige Winterthurer Jasin Ferati die Deutsche Elektro-Kart-Meisterschaft für sich entschieden.

Kartsport Ein Sieg im letzten Rennen war Pflicht, und diese Chance hat er sich nicht entgehen lassen: Jasin Ferati ist der neue Champion der international ausgeschriebenen DEKM, der weltweit ersten und einzigen Elektro-Kart-Serie. Nach einem verhaltenen Saisonstart hat sich der Winterthurer Rookie im wegweisenden Rotax-E-Kart-Thunder immer besser in Szene gesetzt. Die Krönung seiner imposanten Aufholjagd ist dem 16-Jährigen im Rahmen des Rotax-Max-Weltfinals in Sarno gelungen. Mit einem Start-Ziel-Sieg hat er den seit dem Saisonauftakt in Wackersdorf führenden Deutschen Luka Wlömer in extremis um vier Punkte von der Spitze verdrängt.

Stolz und Genugtuung

«Dieser Titel bedeutet mir sehr viel. Obwohl der Rückstand bei Saisonhälfte riesig war, haben nach dem unerwarteten Vierfachsieg in Genk alle um mich herum geglaubt, dass ich es noch schaffen könnte. Dass dies trotz des ständig wachsenden Druckes tatsächlich gelungen ist, erfüllt mich mit Stolz und Genugtuung», verrät Ferati. «Ich wusste vor dem letzten Rennen, dass ich ungeachtet des Abschneidens von Wlömer den Sieg brauchte, um noch Meister zu werden. Der Start war deshalb das Wichtigste. Ich musste nach der ersten Kurve an der Spitze sein, um das Rennen kontrollieren zu können, und so ist es auch gekommen. Bradley Barrett ist zwar mehrmals neben mich gefahren, doch vorbei kam er nicht.»

Es gab Freudentränen

Ferati kreuzte das Zielband 0,391 Sekunden vor dem zwei Jahre älteren Briten, der das Rennen am Vortag gewonnen hatte. Im Ziel wurde es deshalb richtig emotional. Freudentränen waren nicht zu vermeiden. «Viel zu lange habe ich auf einen solchen Erfolg warten müssen. Jetzt aber weiss ich, dass sich der enorme Aufwand gelohnt hat und ich noch viel mehr erreichen kann», meinte der neue Meister, ohne zu vergessen, dass dies ohne sein Umfeld und einen Mechaniker wie Riccardo Negro nicht möglich gewesen wäre.