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Yéléna Luap, BC Winterthur- und Nati-Spielerin.
1/2 Bild: z.V.g. Yéléna Luap, BC Winterthur- und Nati-Spielerin.
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BCW-Crack Yéléna Luap  freut sich auf das besondere Spitzenspiel gegen Fribourg.
2/2 Bild: Jonas Reolan BCW-Crack Yéléna Luap freut sich auf das besondere Spitzenspiel gegen Fribourg.
20.02.2020 07:00

Jungtalent Yéléna Luap ist für den Spitzenkampf parat

Am 22. Februar (16.30 Uhr), steigt in der Sporthalle Neuhegi das Spitzenspiel BC Winterthur gegen BCF Elfic Fribourg im Halbfinale des Schweizer Cups. Yéléna Luap freut sich auf das spezielle Duell.

Basketball Der amtierende Meister aus Fribourg und der amtierende Cupsieger BC Winterthur sind punktegleich an der Tabellenspitze. Im Finale des Ligacups hatten die BCW-Frauen gegen Fribourg das bessere Ende. Werden die Winterthurerinnen auch im Halbfinale des Schweizer Cups obenaus schwingen? Im Einsatz steht auch das BCW-Jungtalent Yéléna Luap-Kröger.

Yéléna Luap: Ihr sportlicher Werdegang ist rasant. Wie hat er begonnen?

Mit etwa 11 Jahren begann ich meine Ausbildung beim CBSZ (heute GC Basketball), mit 16 spielte ich dann das erste Mal für die U16- und U18-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft. 2017 wurde mein Team U16-Schweizermeister und im selben Jahr begannen wir als U23-Team in der NLB zu spielen. 2018 spielte ich zwei Spiele für die Damen-Nationalmannschaft gegen Tschechien und Deutschland. Zu Beginn 2019 wechselte ich schliesslich zum BC Winterthur in die LNA.

Was waren die Gründe, von GC zum BCW zu wechseln?

Ich hatte schon lange persönliche Konflikte mit der Club-Leitung des GC-Basketball. Als dann Ende 2018, trotz guten Ergebnissen, unsere Trainerin gefeuert wurde, haben sich einige, darunter auch ich, dazu entschieden, den Club zu verlassen. Da mir von der Nationaltrainerin bereits empfohlen wurde, in die LNA zu wechseln, war der BC Winterthur die beste Lösung für mich.

Was für Vereins- und persönliche Ziele haben Sie?

Diese Saison: Mit dem BC Winterthur SB League-Meister werden und erneut den Swiss Cup zu gewinnen. Dann steht natürlich auch die Möglichkeit im Raum, in Zukunft mit dem BCW im EuroCup mitzuspielen. Das wäre für mich auf jeden Fall das Karriere-Highlight. Ein persönliches Ziel ist es, auch im Ausland in einer hohen Liga zu spielen.

Wie kamen Sie zum Basketball? Was ist die Faszination?

Ich hatte mit dem Tennisspielen aufgehört und Lust auf einen Teamsport. Wegen meiner Grösse fielen mir vorallem Voleyball und Basketball auf. Da habe ich mich kurzerhand für Basketball entschieden und mich über die CBSZ-Website für ein Training angemeldet.

Heute fasziniert mich am Basketball die unglaubliche Vielfältigkeit, was Technik und Taktik anbelangt. Es gefällt mir, neue Skills zu erlernen und mit dem Team neue Spielzüge einzuüben. Es siegt, wer Athletik, Basketball-IQ und Kampfgeist am besten kombinieren kann. Ausserdem freut es mich, wie Basketball in der Schweiz langsam immer mehr Anerkennung und Fans findet.

Welche zukünftigen Ziele haben Sie im Beruf, und sportlich?

Es ist mir sehr wichtig, mein Studium abzuschliessen, um später gute Chancen für einen Job zu haben, der mir gefällt. Professionell Basketball spielen zu können, ist natürlich ein Traum, aber ich will für die Zukunft abgesichert sein. Im Moment befinde ich mich im 2. Semester des Maschinenbau-Studiums an der ETH.

Frauen Sie sich auf das Spiel gegen Fribourg, wie geht es aus?

Gegen Fribourg zu spielen ist immer etwas Besonderes. Vorallem mit dem BC Winterthur ist da eine gewisse Rivalität entstanden. Im Moment hängen 2 Gold- und 2 Silber-Medaillen in meinem Zimmer, jedes dieser Duelle war gegen Fribourg. Elfic wird es uns nicht leicht machen. Wir sind aber parat.

Robert Blaser