Anlässlich des MINT-Tages haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Im Lee die Grossbaustelle beim Bahnhof Winterthur besucht. Foto: Michael Hotz
1/3 Anlässlich des MINT-Tages haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Im Lee die Grossbaustelle beim Bahnhof Winterthur besucht. Foto: Michael Hotz
Über die Velorampe geht es hinab in den Untergrund. Foto: Michael Hotz
2/3 Über die Velorampe geht es hinab in den Untergrund. Foto: Michael Hotz
Unten erklärt Bauführer Pascal Broder, was aktuell gerade gebaut wird. Foto: Michael Hotz
3/3 Unten erklärt Bauführer Pascal Broder, was aktuell gerade gebaut wird. Foto: Michael Hotz
14.11.2019 08:00

Kantischüler machen sich ein Bild von der Bahnhof-Grossbaustelle

Eine Schülergruppe der Kantonsschule Im Lee begab sich kürzlich in die neue Unterführung, die aktuell unter dem Hauptbahnhof hindurch gebaut wird. Die «Winterthurer Zeitung» war mit dabei.

Winterthur «So orange war ich noch nie.» Darüber witzelte letzten Montag eine Schülerin der Kantonsschule Im Lee, nachdem sie eine Leuchtweste und einen Schutzhelm in eben dieser Farbe gefasst hatte. Zusammen mit 18 Gymi-Kolleginnen und -Kollegen besuchte sie nämlich die Baustelle im, um und unter dem Bahnhof Winterthur. Die Führung war Teil des sogenannten MINT-Tages, an dem die Winterthurer Kantonsschule ihrer Schülerschaft die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik näherbringt.

Kunden nicht einschränken

Empfangen wurde die Schülergruppe von Oberbauleiter André Vogel, Planer Michael Amsler und Bauführer Pascal Broder. André Vogel informierte die Gymnasiasten in einer kurzen Präsentation über die Pläne. «In der alten Unterführung stand man im Stau, wenn mehrere Züge gleichzeitig angekommen waren», sagte er. Deshalb entsteht eine neue Personenunterführung, zusammen mit einer Fahrradquerung und einem Velokeller, für die die Stadt Winterthur zuständig ist. Die Schüler lauschten gespannt den Ausführungen über das Bauprojekt und stellten einige Fragen. So wollte ein Schüler wissen, für was denn diese roten Brücken seien, auf denen die Kräne stünden. «Das sind Installationsplätze. Dort werden die Baumaterialien gelagert», klärte Bauführer Pascal Broder auf. Und Oberbauleiter André Vogel ergänzte: «Ohne diese würden wir den Bahnhofplatz noch mehr belasten.» Generell sei es das Ziel, die Zugpassagiere während der Bauzeit möglichst wenig einzuschränken.

Messgeräte sorgen für Sicherheit

Wie wichtig auch das Thema Sicherheit ist, zeigte Pascal Broder bei der künftigen Velorampe in der Turnerstrasse. Dort wies er auf einen von insgesamt sechs Tachymetern, die permanent überwachen, ob sich ein Teil des Bahnhofs absenkt oder ob zu hohe Erschütterungen auftreten. André Vogel führte aus: «Wird die Toleranz nicht eingehalten, bekommen wir eine Nachricht aufs Handy, damit wir noch reagieren können.» Glücklicherweise sei aber alles sehr stabil.

Dann ging es runter in die entstehende Personenunterführung, wo Pascal Broder und Planer Michael Amsler die einzelnen Bauschritte erklärten. Bis Unterführung, Fahrradquerung und Velokeller Ende 2021 fertig sind, steht noch viel Arbeit an. Das sah auch ein Schüler so und wollte wissen, ob der Termin eingehalten werden könne. «Ja sicher», antwortete André Vogel überzeugt.

Michael Hotz