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Defekte Stossdämpfer sind für Laien schwer zu erkennen.
1/1 Bild: z.V.g. Defekte Stossdämpfer sind für Laien schwer zu erkennen.
13.02.2020 06:10

Kaputte Stossdämpfer gefährden das Leben

Ein längerer Bremsweg und Schleudergefahr: Defekte Stossdämpfer sind ein Sicherheitsrisiko für die Automobilisten. Allerdings sind die Schäden für Laien nur schwer erkennbar. Die Dämpfer sollten daher regelmässig vom Fachmann überprüft werden. Die Garagisten des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) stehen helfend zur Seite.

Stossdämpfer haben zusammen mit der Radaufhängung die Aufgabe, in jeder Fahrsituation den Kontakt zwischen Reifen und Strasse sicherzustellen. «Sie dämpfen dabei die Schwingungen, die am Fahrzeug beim Ein- und Ausfedern entstehen», erklärt Markus Peter, Leiter Technik und Umwelt beim AGVS.

Meist beanspruchte Teile

«Die Stossdämpfer verhindern, dass das Fahrzeug unkontrolliert ins Schaukeln gerät.» Sie gehören zu den am meisten beanspruchten Teilen im Auto und nutzen sich entsprechend ab. Schmutz, Feuchtigkeit, Streusalz, schlechte Strassen, Anhänger und eine sportliche Fahrweise setzen ihnen zusätzlich zu, wie Markus Peter weiter erklärt.

Grosses Sicherheitsrisiko

Sind die Stossdämpfer defekt, können sie für die Automobilisten zum Sicherheitsrisiko werden. Denn damit beispielsweise die elektronischen Sicherheitssysteme wie ABS oder ESP funktionieren, benötigen die Räder guten Kontakt zur Strasse.

Mögliche Folgen

Das ist mit kaputten Dämpfern nicht mehr gegeben, das Rad kann den Bodenkontakt verlieren. Mögliche Folgen: Der Bremsweg wird länger, das Aquaplaning beginnt bereits bei einer tieferen Geschwindigkeit, das Auto wippt und schwingt nach, es neigt sich bei der Kurvenfahrt stärker zur Aussenseite und beim Bremsen sowie in der Kurve taucht die Front stärker ein. Ausserdem erhöht sich der Reifenverschleiss.

Schleichender Prozess – sie sind nicht von heute auf morgen defekt

Auf einen Schaden hindeuten können eine ungleichmässige Reifenabnutzung oder austretendes Öl am Dämpfer. Für Automobilisten ist es aber schwierig, einen oder mehrere kaputte Stossdämpfer zu erkennen. «Es ist meist ein schleichender Prozess; sie sind nicht von heute auf morgen defekt», erklärt Markus Peter vom Schweizer Garagistenverband. «Fährt man regelmässig mit dem gleichen Auto, gewöhnt man sich automatisch an die immer schlechter werdende Dämpfungswirkung – und der Schaden bleibt unentdeckt.»

Regelmässig prüfen und Schwingungsverlauf messen

Markus Peter empfiehlt den Automobilisten daher, die Stossdämpfer regelmässig von ihrem AGVS-Garagisten prüfen zu lassen. Bei einem Funktionstest kann er den Schwingungsverlauf messen und so Defekte lokalisieren. «Eine gute Möglichkeit dazu bietet sich beispielsweise beim nächsten Service.»