Weil fürs U21-Natispiel nur Sitzplätze zugelassen sind, bleiben die Bierkurve und die Gegentribüne beim Match leer. Foto: Michael Hotz
1/1 Weil fürs U21-Natispiel nur Sitzplätze zugelassen sind, bleiben die Bierkurve und die Gegentribüne beim Match leer. Foto: Michael Hotz
03.10.2019 08:01

U21-Nati spielt auf der Schützenwiese – vor praktisch leeren Rängen

Die U21-Nati bestreitet ihr zweites Spiel der EM-Quali in Winterthur. Bei der Partie am 11. Oktober gegen Georgien können aber nur rund 1000 Zuschauer anwesend sein. Der Grund ist eine UEFA-Regel.

Winterthur Beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) weiss man anscheinend um den Charme der Schützenwiese. Die Frauen-Nati absolvierte am 9. April ein Freundschaftsspiel gegen die Slowakei in Winterthur. Sieben Monate später spielt schon wieder eine Schweizer Auswahl im «einzigen Fussballstadion im Kanton Zürich», wie man seitens FC Winterthur immer gerne betont. Der FCW ist es auch, der zusammen mit dem SFV den Match am Freitag, 11. Oktober, organisiert, bei dem die U21-Nati der Herren gegen Georgien um Punkte in der Qualifikation für die nächste Europameisterschaft spielt. Nach dem 5:0-Sieg über Liechtenstein ist es das zweite Spiel der laufenden Quali.

Nur gedeckte Sitzplätze erlaubt

Weil es sich eben um einen Ernstkampf handelt, besteht zur Partie der Frauen-Auswahl ein entscheidender Unterschied. Für die Qualifikationsspiele einer U21-EM müssen die Stadien gemäss UEFA-Reglement die Anforderungen der Kategorie 2 erfüllen. Das bedeutet konkret: Nur gedeckte Sitzplätze sind erlaubt. Damit darf nur die überdachte Haupttribüne für die Zuschauer geöffnet werden. Der Rest des Stadions bleibt zu. Somit stehen nur rund 1000 Plätze zur Verfügung. Die Tickets werden an der Abendkasse ab 17.30 Uhr verkauft. Kinder unter 16 Jahren geniessen freien Eintritt.

FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli bedauert diese Vorgabe der UEFA. Der SFV habe beim europäischen Fussballverband eine Sonderbewilligung für Stehplätze beantragt, diese sei aber abgelehnt worden. Dass nur die Haupttribüne offen sein wird, wirkt sich auf die TV-Aufzeichnung aus. Denn normalerweise wird von der Haupttribüne aus gefilmt. Damit nicht die leere Gegentribüne dauernd im Bild ist, verlegt man die Aufzeichnung eben auf diese auf der anderen Seite des Spielfelds. «Wir haben extra abgeklärt, ob der Sonnenstand ein Problem sein könnte», so Mösli . Um diese Jahreszeit befinde sich die Sonne aber bei Anpfiff um 19 Uhr bereits hinter der Haupttribüne.

Seitens FCW betrachtet man dieses Spiel als Experiment. «Wir schauen einmal, wie es läuft. Vielleicht richten wir in Zukunft weitere solche Spiele aus», sagt Mösli. Den SFV überzeuge die «Schützi» jedenfalls. Am 11. Oktober wird sich dann auch zeigen, ob die U21-Nati gern in Winterthur spielt. Die Frauen taten es, sie haben ihren Match gegen die Slowakinnen mit 1:0 gewonnen.

Michael Hotz