Die Tösstalstrasse war nach dem Vorfall für mehrere Stunden gesperrt. Screenshot: Tele Top
1/1 Die Tösstalstrasse war nach dem Vorfall für mehrere Stunden gesperrt. Screenshot: Tele Top
19.03.2020 07:00

Verletzte Kantonspolizistin ist immer noch krankgeschrieben

Die Kantonspolizistin, die Mitte Oktober von einem Autodieb angefahren und verletzt worden war, konnte immer noch nicht wieder in den Dienst zurückkehren. Zu den Gründen macht die Polizei keine Angaben.

Winterthur Fünf Monate sind nun vergangen, seit sich in Winterthur Mitte Oktober ein zum Tatzeitpunkt 20-jähriger Schweizer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hat. Der Mann hatte in Neftenbach einen schwarzen BMW gestohlen. Auf der Flucht durchbrach er bei der Tamoil-Garage in Seen eine Strassensperre, wobei er eine Kantonspolizistin anfuhr und schwer verletzte. Eine zweite Kollegin konnte sich mit einem Sprung in Sicherheit bringen und gab einen Schuss aufs Fahrzeug ab.

Der «Landbote» fragte schon Anfang Januar bei der Kantonspolizei nach, wie es um die verletzte Frau stehe. Damals hiess es, die Polizistin sei auf dem Weg der Besserung. Zurück im Job war sie jedoch noch nicht. Daran hat sich bis jetzt nichts geändert. Einziger Kommentar der Kantonspolizei auf Anfrage: «Sie ist immer noch krankgeschrieben.» Weitere Fragen beantwortet die Kapo-Medienstelle nicht.

Schärfere Strafen gefordert

Der Vorfall von letztem Oktober hat bei in den Reihen der Polizeikorps für Erschütterung gesorgt. Johanna Bundi Ryser, Präsidentin des Schweizerischen Polizeibeamtenverbands, meinte damals gegenüber dieser Zeitung: «Wir stellen mehr körperliche und psychische Gewalt gegen Beamte fest. Zudem werden die Fälle brutaler, mit steigender Tendenz einer Verrohung in der Gesellschaft. Das macht die Polizeiarbeit schwieriger und führt zu einer hohen Belastung.» Sie forderte deshalb, dass das Strafmass bei Gewalt gegen Behörden und Beamte verschärft werde.

Michael Hotz