Wegen solchen Schmierereien, Littering und Vandalen hat Stadtbus an bisher elf Haltestellen (wie hier an der Brunngasse stadteinwärts) Videokameras installiert.  duf
1/2 Wegen solchen Schmierereien, Littering und Vandalen hat Stadtbus an bisher elf Haltestellen (wie hier an der Brunngasse stadteinwärts) Videokameras installiert. duf
Nach 72 Stunden werden die Aufnahmen wieder gelöscht. duf
2/2 Nach 72 Stunden werden die Aufnahmen wieder gelöscht. duf
08.08.2019 08:00

Wegen Vandalen: Stadtbus überwacht Wartehäuschen

In diversen Winterthurer Bushäuschen wird man von Videokameras überwacht. Der Grund dafür ist vor allem Vandalismus, heisst es bei Stadtbus.

Winterthur Wer in Winterthur in einem der gedeckten Häuschen auf den Bus wartet, ist nicht unbeobachtet. Denn seit diesem Jahr hat Stadtbus Winterthur dort Überwachungskameras installiert. Sie finden sich beispielsweise an den Haltestellen Brunngasse, Hardau oder Pfaffenwiesenstrasse in Wallrüti.

Der Grund dafür ist hauptsächlich, Vandalismus und Littering vorzubeugen, wie Stadtbus-Sprecher Michael Poysden sagt: «Es kommt immer wieder zu Verschmutzung durch Littering oder zu Vandalenakten, vor allem an den Ticketautomaten.» Letztes Jahr sei es in 15 Fällen zu Vandalismus gekommen, dazu kämen weitere kleinere Sachbeschädigungen. Im ersten Quartal 2019 habe man deshalb an elf Standorten Überwachungskameras installiert, eine weitere folge Ende August.

Mehr Sauberkeit und Zufriedenheit

Jedoch erhofft sich Stadtbus dadurch ebenso eine Imageaufbesserung. Denn seit Jahren würde die Sauberkeit dieser Busstationen sehr kritisch von den Fahrgästen bewertet. «Durch die Installation der Videokameras und dadurch abgeleitete andere Massnahmen wie beispielsweise eine Wochenendreinigung erhofft sich Stadtbus eine Verbesserung dieser Bewertungen», so Poysden weiter.

Aus Kostengründen sei es aber nicht möglich, alle Bushaltestellen entsprechend auszustatten. In Zusammenarbeit mit dem städtischen Baudepartement, das für die Säuberung zuständig ist, habe man jedoch jene Bushäuschen eruiert, die am häufigsten einer Reinigung bedürfen.

Rechtliche Auflagen erfüllt

Auch in den sozialen Medien sorgte die jungfräuliche Videoüberwachung für Diskussionen. Während die einen Facebook-Nutzer das Vorgehen gegen die Vandalen und Abfallsünder loben, sehen andere ihre Privatsphäre verletzt. Rechtlich sind die Kameras jedoch zulässig, solange sie, wie in diesem Fall, als präventive Massnahme zur Verhinderung von Vandalismus dienen.

Laut dem Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich müssen aber bestimmte Auflagen erfüllt werden. Dazu zählen die rechzeitige Löschung der Aufzeichnungen, der angemessene Überwachungsbereich sowie ein vordefiniertes Auswertungsprozedere. Die Bushäuschen-Aufnahmen werden nach 72 Stunden gelöscht. Bei strafrechtlich relevanten Aufnahmen müssen diese zudem an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet werden. Laut Stadtbus-Sprecher Poysden sind all diese Auflagen erfüllt.

duf